Tuesday, December 4, 2012

Peter Brötzmann

Willy Theobald stellt seinen nicht mit dem Jazz vertrauten Lesern das Free-Jazz-Phänomen Peter Brötzmann vor und merkt an, dass das Verb "brötzen" von Jazzfans weltweit verstanden werde (Financial Times Deutschland). Theobald erwähnt Brötzmanns internationalen Erfolg genauso wie seine Aktivitäten als Bildender Künstler, erzählt Anekdoten wie die, dass Brötzmann angeblich 1968 nicht beim Berliner Jazzfest auftreten durfte, weil er sich weigerte einen Anzug zu tragen, und dass er amerikanische Soldaten in seinem Haus in Wuppertal versteckt habe, die wegen des Vietnamkriegs desertiert waren. Eine sehr viel bessere und tiefer gehende Einführung in die Person und Musik Brötzmanns bietet übrigens ein neues Buch von Christoph J. Bauer mit dem simplen Titel "Brötzmann. Gespräche" (Berlin 2012: Posth Verlag), in dem der Saxophonist ausführlich über seine Ästhetik spricht und darüber, wie man ein Leben in der Intensität lebt, die seine Kunst von ihm verlangt. Es ist eine sehr offene, ungemein interessante Lektüre.

Willy Theobald introduces non-initiated listeners to the free jazz phenomenon of Peter Brötzmann and notes that "to brötz" is a globally understood verb among jazz fans (Financial Times Deutschland). Theobald mentions Brötzmann's international success and his activities as a visual artist, relates that Brötzmann supposedly did not perform at the Berlin Jazzfest in 1968 because he declined to wear a suit and that he hid soldiers in his house who had deserted the US army because of the Vietnam war. A much better and deeper introduction to Brötzmann and his music, by the way, is a recently published book by Christoph J. Bauer, simply titled "Brötzmann. Gespräche" (Berlin 2012: Posth Verlag) in which the saxophonist extensively talks about his aesthetic and about how to live life in the intensity his art requires him to. It's a very open, interesting read.

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